Nach Unterbrechung: Sondierungsgespräche in Berlin wieder angelaufen
Zwei Tage nach der Unterbrechung der rot-grün-roten Sondierungen in Berlin haben Linke, Grüne und SPD am Donnerstag die Gespräche fortgesetzt. Vertreter der drei Parteien kamen am Vormittag in der Hauptstadt zusammen, wie eine Sprecherin der Grünen bestätigte.
Grüne und SPD hatten die Gespräche mit den Linken am Dienstagabend vorübergehend ausgesetzt. Auslöser war eine offenbar unabgesprochene Erklärung zum Thema Antisemistismus, die von den Mitglieder der neu konstituierten Linksfraktion zuvor unterschrieben wurde - auch von der wegen ihrer Aussagen zu Israel umstrittenen Abgeordneten Vanessa Emde. Dies hatte für Irritationen gesorgt, weil auch die Verhandler von Linken, Grünen und SPD einige Tage zuvor eine Erklärung zum Umgang mit Antisemitismus unterzeichnet hatten.
Am Mittwochabend erklärte SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach, die drei Parteien hätten sich darauf verständigt, dass die gemeinsame Erklärung trotz des neuen Linken-Papiers weiterhin gelte. Es solle sogar Bestandteil eines möglichen Koalitionsvertrages werden.
Die Linke hatte die Wahl zum Abgeordnetenhaus am 20. September deutlich gewonnen. Am Donnerstag vergangener Woche einigte sich die Partei nach mehreren Vorgesprächen auf Sondierungen mit SPD und Grünen.
D.Kumar--MT