Haftstrafen für Männer in Berlin wegen Marihuanaschmuggels in Millionenumfang
Das Landgericht Berlin hat zehn Männer wegen Marihuanaschmuggels im Millionenumfang zu Haft- und Bewährungsstrafen verurteilt. Einer der Hauptangeklagten soll für 15 Jahre und sechs Monate in Haft, wie das Gericht am Donnerstag mitteilte. Zwei Angeklagte erhielten Bewährungsstrafen. Zudem ordnete die Kammer an, dass zwei der Hauptangeklagten jeweils 2,34 Millionen Euro an Taterträgen zurückzahlen sollen.
Die Kammer sah es als erwiesen an, dass die Angeklagten zwischen August 2023 und November 2024 in sieben Lieferungen insgesamt 7,7 Tonnen Marihuana nach Deutschland geschmuggelt hatten. Sechs Lieferungen von jeweils etwas mehr als einer Tonne wurden über das Meer von Kanada nach Deutschland transportiert. Bei der siebten Lieferung konnten das Herkunftsland und der Schmuggelweg nicht sicher nachvollzogen werden.
Die Drogen waren in Hohlräumen von Holzladungen versteckt. Der Schmuggel wurde mit Tarnfirmen kaschiert. Sieben der zehn Angeklagten waren laut Urteil Mitglieder einer Bande, die hochprofessionell arbeitete, um Zollkontrollen zu umgehen. Ermittler beschlagnahmten die letzte Lieferung. Die Anklage war davon ausgegangen, dass durch den Schmuggel rund 23,4 Millionen Euro erwirtschaftet worden waren.
Y.Raman--MT