Schleuser in Bayern zu drei Jahren Haft verurteilt
Wegen des Einschleusens von Ausländern aus Ungarn nach Deutschland ist ein Ukrainer zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt worden. Das Landgericht im bayerischen Landshut sprach den 38-Jährigen des banden- und gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern in vier Fällen schuldig, wie ein Gerichtssprecher am Freitag sagte.
Laut Anklage war der Ukrainer Teil einer Bande, die Menschen illegal über die Grenze brachte und dann in Waldstücken in Bayern aussetzte. Unter den Geschleusten, die überwiegend aus der Türkei stammten, waren auch zahlreiche Kinder. Sie wurden in Budapest abgeholt und in völlig überladenen Fahrzeugen und ohne jede Sicherheitsvorrichtungen nach Deutschland transportiert.
Die Staatsanwaltschaft hatte eine Freiheitsstrafe von fünf Jahren und zwei Monaten gefordert. Die Verteidigung stellte keinen konkreten Antrag. Das Urteil fiel nach eintägiger Verhandlung bereits am Donnerstag. Es ist rechtskräftig.
J.Khan--MT