Klingbeil: Europa muss bei Künstlicher Intelligenz "schnell handeln"
Bundesfinanzminister und Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) hat sich für mehr Tempo bei der Entwicklung und Regulierung von Künstlicher Intelligenz in Europa ausgesprochen. "Es ist zeitkritisch. Wir müssen schnell handeln", sagte Klingbeil vor einem Treffen mit europäischen Amtskollegen in Dublin am Freitag. "Ich habe den Anspruch, dass wir in Europa vorangehen und da hat Deutschland natürlich auch eine Führungsrolle", betonte er.
Die Debatte über die Risiken von KI hat sich seit dem Sommer verschärft, nachdem es mehrere Vorfälle gegeben hatte, bei denen sich KI-Agenten selbständig machten oder anders verhielten als erwartet. Gleichzeitig gibt es einen globalen Wettlauf im KI-Boom, bei dem derzeit die USA und China mit großen Abstand vorn liegen.
"Wir müssen in Europa besser werden, wenn es um künstliche Intelligenz geht", forderte Klingbeil. "Ich möchte das nicht Leuten wie Elon Musk oder Peter Thiel überlassen, was dort die Entwicklung der Zukunft sein wird", sagte er mit Verweis auf die beiden einflussreichen US-Techmilliardäre. Europa müsse sich als zweitgrößter Wirtschaftsraum der Welt auch im Bereich KI seiner Macht bewusst sein.
Die Finanzminister der EU kommen in Dublin zu einem zweitägigen Treffen zusammen. Zu dem Themen gehört neben den steigenden Spritpreisen und der Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Bankensektors auch der Umgang mit Künstlichere Intelligenz (KI).
F.Pathak--MT