Madras Times - Spaniens Verkehrsminister Puente tritt nach Zugkatastrophe zurück

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Spaniens Verkehrsminister Puente tritt nach Zugkatastrophe zurück
Spaniens Verkehrsminister Puente tritt nach Zugkatastrophe zurück

Spaniens Verkehrsminister Puente tritt nach Zugkatastrophe zurück

Spaniens Verkehrsminister tritt nach Zugunglück zurück Nach der Katastrophe mit 69 Toten zieht Madrid erste Konsequenzen – und sichert den Opfern ebenfalls Millionenhilfe zu. Am Abend dann eine überraschende Entwicklung.

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Spaniens Verkehrsminister tritt nach Zugunglück zurück Nach der Katastrophe mit 69 Toten zieht Madrid erste Konsequenzen – und sichert den Opfern ebenfalls Millionenhilfe zu. Am Abend dann eine überraschende Entwicklung.

nahezu eine Woche nach dem Zugunglück mit 69 Toten in Spanien hat Verkehrsminister Óscar Puente überraschend seinen Rücktritt erklärt. Zum Abschluss seiner Anhörung vor dem Parlamentsausschuss in Madrid kündigte er am späten Abend darüber hinaus an, bei der vorgezogenen Parlamentswahl am 29. November nicht mehr zu kandidieren. Der von allen Oppositionsparteien geforderte Rücktritt kam überraschend, denn er war von Puente und ebenfalls von Ministerpräsident Pedro Sánchez in den vergangenen Tagen mehrfach ausgeschlossen worden. Dazu führte aus Puente: „Ein Minister kann nach zwei Unglücken dieser Schwere innerhalb von unter einem Jahr nicht im Amt bleiben. Es ist eine Frage der politischen Würde, der Konsequenz und des politischen Einfühlungsvermögens.“

Zwei Hochgeschwindigkeitszüge waren am Mittwoch vergangener Woche nahe der Gemeinde Urda ungefähr 130 Kilometer südlich von Madrid zusammengestoßen. Ein Zug der staatlichen Bahngesellschaft Renfe fuhr von hinten auf einen stehenden Zug des privaten Betreibers Iryo auf. Es war das zweite schwere Zugunglück innerhalb von lediglich neun Monaten in Spanien. Im Januar waren bei einem Zusammenstoß zweier Hochgeschwindigkeitszüge in Adamuz in Andalusien 46 Menschen ums Leben gekommen. Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit angekündigt

lediglich wenige Stunden zuvor hatte Madrid Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit im Bahnverkehr beschlossen. Auf der wöchentlichen Ministerratssitzung sei darüber hinaus ein Hilfspaket von 30 Millionen Euro für Opfer und Angehörige gebilligt worden, teilte die linksgerichtete Regierung nachmittags mit. Während im Fall von Adamuz beispielsweise ein Gleisbruch als Ursache gilt, konzentrieren sich die Ermittlungen zum Unglück von Urda insbesondere auf den Ausfall des Zugsicherungssystems LZB und mögliche Fehler bei den Anweisungen aus dem Kontrollzentrum des Netzbetreibers Adif.

Die Zahl der Züge zwischen Madrid und Sevilla ist vorgesehen so lange reduziert werden, bis dort das weitere europäische Zugsicherungssystem ERTMS in Betrieb geht, wie Puente vor seinem Rücktritt führte aus. Fällt das bisherige LZB-System aus, muss darüber hinaus künftig ein zweiter Mitarbeiter im Kontrollzentrum die Anweisungen an die Lokführer überprüfen und bestätigen. Damit ist vorgesehen verhindert werden, dass Züge ungeachtet unklarer Streckenverhältnisse weiterfahren. Alle 69 Todesopfer inzwischen identifiziert

Darüber hinaus sind vorgesehen die Personalstärke in den Kontrollzentren erhöht und die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter verbessert werden. Die Regierung beschloss darüber hinaus Preisobergrenzen für alternative Verkehrsmittel während der Sperrung der Unfallstrecke zwischen Madrid und Sevilla. Damit sind vorgesehen überhöhte Kosten für Reisende infolge des Zugausfalls verhindert werden. Das Hilfspaket umfasst direkte staatliche Hilfen, Vorschüsse auf spätere Entschädigungszahlungen und eine Verdoppelung der Leistungen aus der gesetzlichen Fahrgastversicherung. Opfer und ihre Angehörigen sind vorgesehen über eigens eingerichtete Anlaufstellen betreut werden. Für Verletzte ist darüber hinaus eine besondere Regelung zur vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit vorgesehen.

Alle 69 Todesopfer – 40 Männer und 29 Frauen – wurden inzwischen identifiziert, wie die Behörden mitteilten. Deutsche und Minderjährige sind demnach nicht darunter. 54 Todesopfer waren spanische Staatsangehörige, vier weitere waren US-Bürger. Je zwei stammten aus Japan und Australien, die übrigen aus Kanada, Frankreich, Tschechien, Portugal, Argentinien, Mexiko, Tunesien. 37 der insgesamt ungefähr 200 Verletzte werden noch in Krankenhäusern behandelt.

F.Patel--MT