Nach Bundesliga-Gala: Leipzig gelingt Befreiungsschlag
RB Leipzig hat dem Druck standgehalten und nach der Gala in der Fußball-Bundesliga international nachgelegt. In der Champions League setzte sich die Mannschaft von Trainer Martin Demichelis drei Tage nach dem furiosen 6:0-Triumph über Eintracht Frankfurt mit 1:0 (0:0) gegen die PSV Eindhoven durch – nach dem ersten Erfolg in der Königsklasse können die Roten Bullen vorerst aufatmen.
Brajan Gruda (75.) traf für die Leipziger, die Wiedergutmachung für den Fehlstart vor gut einem Monat bei Como 1907 (1:4) betrieben. Torhüter Maarten Vandevoordt trug mit einer starken Reaktion beim Handelfmeter von Ex-Bundesligaprofi Ivan Perisic (19.) maßgeblich zum Erfolg bei, der dem Team von Demichelis weiter Selbstvertrauen für die nächsten Herausforderungen geben dürfte: Am Samstag (18.30 Uhr/Sky) geht es für die Sachsen in der Bundesliga zum Rekordmeister Bayern München, vier Tage später wartet Real Madrid in der Königsklasse.
Beim überzeugenden Auftritt gegen Frankfurt am vergangenen Samstag habe seine Mannschaft "eine Bestätigung" erhalten, die nun "eine Verpflichtung sein" müsse, hatte Demichelis vor der Partie betont. Leipzig war vor 43.187 Zuschauern in der Red Bull Arena von Beginn an bemüht, den Worten des Trainers Taten folgen zu lassen und erarbeitete sich gleich die erste große Chance: Eindhoven klärte eine Flanke unzureichend, Ridle Baku zwang PSV-Keeper Matej Kovar zu einer starken Parade (4.).
Doch auch die Gäste machten ordentlich Druck, Vandevoordt war in der Anfangsphase mehrfach gefordert - und verhinderte einen frühen Rückschlag: Einen mittig geschossenen Handelfmeter von Perisic wehrte der Belgier auf dem Weg in die linke Ecke noch mit der Fußspitze ab (19.). Zuvor war der Ball Baku, der im Sprung leicht gestoßen worden war, auf den ausgestreckten Arm gefallen. Schiedsrichter Nicholas Walsh hatte nach Ansicht der Bilder auf Strafstoß entschieden.
In der Folge hatte Eindhoven zunächst mehr vom Spiel. Doch Leipzig arbeitete sich nach und nach wieder in die Partie. Vor allem Antonio Nusa sorgte über den linken Flügel immer wieder für Tempo. Auf der rechten Seite drehte Gruda, der nach überstandener Bauchmuskelzerrung wieder in der Startelf stand, kurz vor der Pause auf. Nach einer Einzelaktion scheiterte der 22-Jährige an Kovar (39.), wenig später dribbelte er an mehreren Gegenspielern vorbei zur Grundlinie und legte zurück auf Neil El Aynaoui, der den Ball jedoch weit über das Tor jagte (45.+2).
Auch im zweiten Durchgang suchten beide Mannschaften den Weg nach vorne. Doch sowohl Kovar, als auch Vandevoordt zeigten sich zwischen den Pfosten zunächst weiterhin hellwach. Gruda erlöste die Leipziger in der Schlussphase. Der Treffer zum vermeintlichen Ausgleich durch Pascal Obispo (82.) zählt wegen einer Abseitsstellung nicht.
G.Mittal--MT