Formel 1: Antonelli Zweiter im Training von Austin
WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli kann trotz eines nicht perfekten Auftakts in Austin auf den entscheidenden Schritt in Richtung Titelgewinn in der Formel 1 hoffen. Am Trainingsfreitag in Texas belegte der 20-jährige Italiener den zweiten Platz hinter Charles Leclerc (1:35,291 Minuten) und war dabei nur 42 Tausendstelsekunden langsamer als der Ferrari-Pilot.
Antonelli (340 Punkte) kann sich beim 18. Saisonrennen zum jüngsten Weltmeister der Geschichte krönen. Die Titelchancen sind jedoch gering. Mercedes-Teamkollege George Russell liegt als erster Verfolger 102 Punkte zurück, Lewis Hamilton im Ferrari hat 111 Zähler Rückstand. Sechs Rennen vor Saisonende sind noch maximal 150 Punkte zu vergeben. Am Freitag ließ Antonelli beide Hauptrivalen hinter sich. Sein Vorsprung auf den viertplatzierten Hamilton sowie Russell auf Rang fünf betrug mehr als eine halbe Sekunde.
Diese Tendenz muss Antonelli beim Großen Preis der USA am Sonntag (21.00 Uhr MEZ/Sky) zwingend beibehalten und den Abstand sogar noch vergrößern. Um vorzeitig Weltmeister zu werden, muss Antonelli gewinnen, gleichzeitig dürfte Russell maximal Neunter werden, Rekord-Weltmeister Hamilton höchstens Fünfter. "Das ist eher unwahrscheinlich", hatte Antonelli am Donnerstag gesagt.
Antonellis Fahrtzeit auf dem Circuit of The Americas wurde im zweiten Training unfreiwillig verkürzt. Der Youngster beschwerte sich via Funk über einen wackligen Fahrersitz, die nötige Anpassung in der Box kostete rund eine Viertelstunde der Nachmittagseinheit. Steigerungspotenzial offenbarten Antonelli und Mercedes im letzten Streckenabschnitt.
Der formstarke Max Verstappen, der die vergangenen beiden Rennen in Malaysia und Singapur gewonnen hatte, klagte zu Beginn der ersten Session über technische Probleme mit der Lenkung seines Red Bull. Der Fehler wurde schnell behoben, Verstappen wurde Dritter. Nico Hülkenberg erhielt zum zweiten Training das neue Paket bei Audi, hatte aber auch mit dem Upgrade Mühe und kam nicht über den 18. Rang hinaus.
Der US-Rennstall Cadillac, das einzige punktlose Team, hatte im FP1 Formel-2-Fahrer Colton Herta bei dessen Heimspiel in das Cockpit von Sergio Perez gesetzt. Der Rückstand auf das Mittelfeld war für das Team erneut groß.
V.Chauhan--MT