Veganes Angebot in Hochschulmensen binnen zehn Jahren vervierfacht
Das vegane Angebot in deutschen Hochschulmensen hat sich binnen zehn Jahren fast vervierfacht. Der steigende Anteil rein pflanzlicher Kost ging dabei stärker mit einem Rückgang vegetarischer als fleischhaltiger Speisen einher, wie eine am Montag veröffentliche Analyse der Universität Konstanz und der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin zeigt.
Untersucht wurden rund 3,7 Millionen Menüangebote aus 340 Hochschulmensen über einen Zeitraum von zehn Jahren. Erfasst wurde das Angebot, nicht das tatsächliche Ess- und Kaufverhalten der Besucher. Waren im Jahr 2015 noch 54,3 Prozent der angebotenen Hauptgerichte pflanzlich, also vegetarisch oder vegan, so waren es 2024 bereits 65,1 Prozent. Besonders dynamisch entwickelte sich demnach das vegane Angebot.
Der Anteil veganer Hauptgerichte stieg von 10,7 auf 39,7 Prozent und vervierfachte sich damit nahezu. Im gleichen Zeitraum verringerte sich vor allem der Anteil vegetarischer Hauptgerichte von 43,6 auf 25,4 Prozent, während der Anteil fleischhaltiger Hauptgerichte von 39,9 auf 30,3 Prozent sank. Fischgerichte blieben mit rund fünf Prozent durchgehend selten.
Vegetarier essen kein Fleisch und keinen Fisch, aber tierische Erzeugnisse wie Milch, Käse oder Eier. Veganer meiden jegliche tierische Lebensmittel. Hochschulmensen gehören den Experten zufolge damit zu den Einrichtungen, die den Wandel hin zu stärker pflanzenbasierter Kost "früh und deutlich" vollzogen. Mit der Preisentwicklung allein lasse sich dies nicht erklären, auch wenn pflanzliche Gerichte günstiger seien als tierische.
A.Singh--MT