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Filmfestival in Venedig: Jury-Präsidentin kritisiert geringen Frauenanteil im Wettbewerb
Filmfestival in Venedig: Jury-Präsidentin kritisiert geringen Frauenanteil im Wettbewerb / Foto: Tiziana FABI - AFP

Filmfestival in Venedig: Jury-Präsidentin kritisiert geringen Frauenanteil im Wettbewerb

Die Jury-Präsidentin des Internationalen Filmfestivals von Venedig, Maggie Gyllenhaal, hat die geringe Zahl von Regisseurinnen im Wettbewerb um den Goldenen Löwen kritisiert. "Es gibt ein systemisches Problem", sagte die US-Schauspielerin und Filmemacherin am Mittwoch bei einer Pressekonferenz zur Eröffnung des Festivals. Es sei für Frauen "viel schwieriger", eine Finanzierung für ihre Filme zu bekommen.

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Sie frage sich zudem, ob "die Themen, über die Frauen, weil sie in dieser Welt andere Erfahrungen machen, Filme machen wollen, nicht immer als große Kunst angesehen werden", sagte Gyllenhaal. "Wer entscheidet, was gut ist? Wer entscheidet, was wertvoll ist?", fragte die Regisseurin.

Der Film "Woman Unknown" der dänisch-ägyptischen Regisseurin May El-Toukhy war anfangs der einzige Film einer Frau unter den zunächst 20 Wettbewerbsfilmen. Die nachträgliche Aufnahme der Gaza-Dokumentation "Naza" verbesserte das Geschlechterverhältnis geringfügig: Die israelische Filmemacherin Rachel Szor führte bei dem Film gemeinsam mit ihrem Kollegen Yuval Abraham Regie. Ihr Film "No Other Land" war 2025 bei der Oscar-Verleihung als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet worden.

Festival-Direktor Alberto Barbera sagte bei der Pressekonferenz mit Gyllenhaal, die diesjährige Filmauswahl sei "ohne Vorurteile" getroffen worden. Im Juli hatte er bei der Bekanntgabe der Wettbewerbsfilme gesagt, die Qualität der Einreichungen von Regisseurinnen sei "nicht ausreichend gewesen, um sie in den Wettbewerb aufzunehmen". Das hatte für Kritik und einen offenen Brief italienischer Branchenverbände gesorgt.

Das 83. Filmfestival von Venedig wird am Abend mit "Ink" eröffnet, dem neuen Film des britischen "Trainspotting"- und "Slumdog Millionaire"-Regisseurs Danny Boyle über den Medien-Tycoon Rupert Murdoch. US-Schauspieler und Regisseur George Clooney, ein häufiger Gast in der Lagunenstadt, wird für sein Lebenswerk geehrt.

N.Prakash--MT