Letzte Nachrichten
20-jährige Haftstrafe in Chicago für R. Kelly wegen Kinderpornografie
Der US-Musiker R. Kelly ist wegen Kinderpornografie und Verführung Minderjähriger zu 20 Jahren Haft verurteilt worden. Ein Gericht in Kellys Heimatstadt Chicago entschied am Donnerstag jedoch, dass der frühere R&B-Star die 20-jährige Haftstrafe bis auf ein Jahr gleichzeitig mit einer im vergangenen Jahr in New York verhängten Haftstrafe von 30 Jahren für Sexualverbrechen verbüßen kann.
EuroLeague: Pokalsieger München verliert Jubiläumsspiel
Vier Tage nach ihrem Pokalsieg haben die Basketballer des FC Bayern im Jubiläumsspiel von Trainer Andrea Trinchieri eine Enttäuschung erlebt. Beim 200. EuroLeague-Einsatz des Italieners unterlagen die Münchner in Israel Maccabi Tel Aviv nach Problemen im Schlussviertel mit 82:90 (44:39).
Alec Baldwin plädiert im Fall von getöteter Kamerafrau auf nicht-schuldig
Hollywoodstar Alec Baldwin hat im Fall der bei einem Western-Dreh durch eine Kugel getöteten Kamerafrau auf nicht-schuldig plädiert. Der 64-Jährige richtete dieses Plädoyer am Donnerstag schriftlich bei einem Gericht in Los Angeles ein. Damit entfällt das von vielen für Freitag erwartete persönliche Erscheinen Baldwins vor Gericht. Der Schauspieler ist wegen fahrlässiger Tötung angeklagt.
Palästinenser beerdigen Ex-Regierungschef und Unterhändler Ahmed Korei
Der frühere palästinensische Regierungschef und Unterhändler Ahmed Korei ist am Donnerstag nach seinem Tod im Alter von 85 Jahren beigesetzt worden. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas würdigte Korei, der 1993 maßgeblich zum Friedensabkommen von Oslo beigetragen hatte, als unermüdlichen "Kämpfer" für die palästinensische Sache.
EU lockert Sanktionen gegen Syrien zugunsten von Erdbebenhilfe
Zur Erleichterung der Hilfen für das Erdbebengebiet in Syrien lockert die EU vorübergehend ihre Sanktionen gegen das Land. Hilfsorganisationen müssen vorerst nicht mehr eine Sondergenehmigung der EU-Mitgliedstaaten einholen, um sanktionierte Einrichtungen in dem Land mit Gütern und Dienstleistungen zu versorgen, wie der Europäische Rat am Donnerstag mitteilte.
Leverkusen nach Elfmeterkrimi im Achtelfinale
Mit einem Elfmeterkrimi hat Bayer Leverkusen die Hoffnungen auf seine letzte Titelchance am Leben gehalten und ist ins Achtelfinale der Europa League eingezogen. Die Mannschaft von Trainer Xabi Alonso setzte sich im Zwischenrunden-Rückspiel bei der AS Monaco mit 5:3 im Elfmeterschießen durch. Nach Verlängerung hatte es 3:2 (3:2, 2:1) gestanden. Im wilden Hinspiel vor einer Woche hatte sich Bayer noch mit 2:3 geschlagen geben müssen.
Weinstein in Los Angeles wegen Vergewaltigung zu 16 Jahren Haft verurteilt
Der frühere US-Filmproduzent Harvey Weinstein ist wegen der Vergewaltigung einer Frau in einem Hotel in Beverly Hills vor zehn Jahren zu 16 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das Strafmaß für den 70-Jährigen wurde am Donnerstag von einem Gericht in Los Angeles verkündet. In dem Prozess war der 70-jährige "Pulp Fiction"-Produzent im Dezember wegen Vergewaltigung und sexueller Übergriffe schuldig gesprochen worden. Weinstein legte umgehend Berufung ein.
Bund und Kommunen stehen vor weiterer Warnstreikwelle
Im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen hat sich der Tarifstreit weiter verschärft. Verdi und Beamtenbund lehnten am Donnerstag in der zweiten Tarifrunde ein Arbeitgeberangebot von Bund und Kommunen ab. Verdi-Bundeschef Frank Werneke wies das Arbeitgeberangebot als "krass sozial ungerecht" zurück und kündigte weitere Warnstreiks an. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und der Deutsche Beamtenbund (DBB) fordern 10,5 Prozent, monatlich jedoch mindestens 500 Euro mehr Gehalt.
Biden nominiert früheren Mastercard-Chef Ajay Banga für Spitze der Weltbank
Neuer Präsident der Weltbank soll der frühere Chef des Zahlungsdienstleisters Mastercard, Ajay Banga, werden. US-Präsident Joe Biden nominierte den 63-jährigen US-Manager indischer Herkunft für den Spitzenposten, wie am Donnerstag das Weiße Haus in Washington mitteilte. Banga ist derzeit Vizechef der Investmentfirma General Atlantic. Der amtierende Weltbank-Präsident David Malpass hatte in der vergangenen Woche seinen Rücktritt angekündigt.
Scholz sieht noch keine Friedensperspektive im Ukraine-Krieg
Zum ersten Jahrestag des russischen Angriffskriegs in der Ukraine sieht Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) noch keine Perspektive für einen baldigen Frieden. Es sei eine seiner "größten Sorgen, dass das jetzt ein sehr langer, sich hinziehender Krieg wird mit unglaublichen Zerstörungen und Verlusten", sagte Scholz am Donnerstag in der vorab aufgezeichneten ZDF-Sendung "Maybrit Illner". Er verteidigte dabei erneut seinen abwägenden Kurs bei Waffenlieferungen an die Ukraine.
Skispringerin Althaus gewinnt WM-Gold
Skispringerin Katharina Althaus hat bei der WM in Planica Gold von der Normalschanze gewonnen. Die Oberstdorferin siegte vor der im Gesamtweltcup führenden Eva Pinkelnig (Österreich) und der Norwegerin Anna Odine Ström. Für den deutschen Skiverband (DSV) war es die erste Medaille der Titelkämpfe in Slowenien.
Baerbock dringt in UN-Rede auf Friedenslösung für die Ukraine
Vor dem Jahrestag des russischen Überfalls auf die Ukraine hat Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) die internationale Staatengemeinschaft aufgefordert, sich geschlossen für ein Ende des Krieges einzusetzen. "Wir wollen, dass dieser Krieg endet. Wir wollen Frieden", sagte Baerbock am Donnerstag bei einer Sondersitzung der UN-Vollversammlung in New York.
Zuspitzung bei Tarifrunde von Bund und Kommunen
In der Tarifrunde für die 2,4 Millionen Angestellten von Bund und Kommunen haben die Arbeitgeber ein erstes Angebot vorgelegt. Es umfasse eine lineare Erhöhung der Löhne um drei in diesem und von weiteren zwei Prozent im kommenden Jahr, sagte Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) am Donnerstag am Rande der zweiten Tarifrunde in Potsdam.
Selenskyj will chinesischen Friedensplan für Ukraine mit Peking erörtern
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj würde den von China angekündigten Friedensplan für sein Land gerne mit Vertretern Pekings erörtern. "China hat uns von solch einer Initiative erzählt. Aber ich habe das Dokument noch nicht gesehen", sagte Selenskyj am Donnerstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez in Kiew.
Habeck droht mit schärferem Vorgehen gegen Umgehung von Russland-Sanktionen
Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat ein schärferes Vorgehen gegen die Umgehung von Sanktionen gegen Russland angekündigt, auch mit strafrechtlichen Mitteln. "Das ist kein Kavaliersdelikt", sagte Habeck am Donnerstag in Berlin. Der Vizekanzler machte allerdings auch deutlich, dass der Ukraine-Krieg letztlich wohl nicht durch Sanktionen, sondern militärisch entschieden werde - auch wenn Sanktionen hier einen Beitrag leisten könnten.
Berliner SPD kündigt drittes Sondierungsgespräch mit Grünen und Linkspartei an
Die Berliner SPD will sich am Montag ein drittes Mal mit ihren bisherigen Koalitionspartnern, den Grünen und der Linken, zu Sondierungen über die Bildung einer möglichen Landesregierung treffen. Es gebe noch "offene Punkte" unter anderem bei den Themen Wohnen und Verkehr, sagte die amtierende Regierende Bürgermeisterin und SPD-Spitzenkandidatin Franziska Giffey am Donnerstag nach einem zweiten Gespräch der drei Parteien. Über diese und die innere Sicherheit solle in der kommenden Woche gesprochen werden.
Schweizer Botschafterin im Iran löst mit Auftritt im Tschador Proteste aus
Die Schweizer Botschafterin im Iran hat sich beim Besuch einer religiösen Stätte in dem von vielen Iranerinnen verhassten Tschador gezeigt und damit einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Das Schweizer Außenministerium wies die Kritik am Donnerstag zurück und erklärte, die Diplomatin Nadine Olivieri Lozano sei für den Besuch einer heiligen Stätte so gekleidet gewesen, wie es dem Protokoll entspreche.
Lebenslange Haft für 54-Jährigen wegen Mordes an Studentin rechtskräftig
Rund ein Jahr nach dem Urteil am Landgericht Osnabrück ist ein angeklagter Mann wegen Mordes einer 25-Jährigen rechtskräftig verurteilt. Der Bundesgerichtshof habe keine Rechtsfehler gefunden und die Revision des Angeklagten verworfen, teilte das Osnabrücker Gericht am Donnerstag mit. Das Landgericht hatte den damals 54-jährigen Angeklagten zu lebenslanger Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt. (Az: 3 StR 321/22)
Tarifrunde für Bund und Kommunen festgefahren
In der Tarifrunde für die 2,4 Millionen Angestellten von Bund und Kommunen ist ein Durchbruch bisher ausgeblieben. Die Gespräche sollten jedoch voraussichtlich bis in den späten Abend fortgesetzt werden, sagte ein Sprecher der Gewerkschaften am Donnerstag am Rande der Verhandlungen in Potsdam. Verdi und der Deutsche Beamtenbund fordern 10,5 Prozent, monatlich jedoch mindestens 500 Euro mehr Gehalt.
Zweiter Turm an stillgelegtem Atomkraftwerk Biblis kontrolliert eingestürzt
Der zweite Kühlturm des seit Jahren stillgelegten Atomkraftwerks Biblis in Hessen ist am Donnerstag wie geplant kontrolliert eingestürzt. Ein ferngesteuerter Bagger destabilisierte die Betonstruktur an dem 80 Meter hohen Turm so lange, bis er um 14.25 Uhr in sich zusammen fiel. Eine dichte Staubwolke zog über das Gelände in Südhessen.
Selenskyj: Wir werden uns gegen russischen "Terror" durchsetzen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat kurz vor dem ersten Jahrestag des russischen Angriffs auf die Ukraine einen Sieg im Kampf gegen Russland beschworen. "Wir sind nicht zusammengebrochen, wir haben viele Prüfungen überstanden und wir werden uns durchsetzen", erklärte Selenskyj am Donnerstag. Der Geheimdienstchef im ukrainischen Verteidigungsministerium, Kyrylo Budanow, warnte unterdessen vor einer neuen Angriffswelle zum Jahrestag.
Nordische Ski-WM: Kläbo und Sundling holen erste Titel
Der norwegische Skilanglauf-Star Johannes Hösflot Kläbo und die Schwedin Jonna Sundling haben bei den 54. Nordischen Ski-Weltmeisterschaften im slowenischen Planica die ersten Goldmedaillen gewonnen. Sowohl Kläbo als auch Sundling verteidigten am Donnerstag ihre Titel im Klassiksprint erfolgreich, Laura Gimmler lief als beste Athletin des Deutschen Skiverbandes (DSV) auf den elften Rang.
Neuendorf und Völler nach WM-Debakel im Sportausschuss
DFB-Präsident Bernd Neuendorf und Sportchef Rudi Völler werden am Mittwoch im Sportausschuss des Deutschen Bundestages das WM-Debakel in Katar aufarbeiten. Der Nachbericht zur Fußball-WM steht als Tagesordnungspunkt 1 auf der Liste der öffentlichen Ausschussberatung in Berlin.
UN-Vollversammlung setzt Beratungen über Friedens-Resolution für die Ukraine fort
Die UN-Vollversammlung in New York hat vor dem Jahrestag des russischen Überfalls auf die Ukraine ihre Beratungen über eine neue Resolution zu dem Krieg fortgesetzt. Dabei sollte am Donnerstag auch Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) eine Rede vor Vertretern der 193 UN-Mitgliedstaaten halten.
Buschmann will Völkerstrafrecht und Strafprozessordnung ändern
Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) will vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges das Völkerstrafrecht und die Strafprozessordnung ändern. "Völkerrechtsverbrechen dürfen nicht ungesühnt bleiben! Deutschland hat eine besondere Verantwortung, dieses Versprechen mit Leben zu füllen", erklärte Buschmann am Donnerstag in Berlin. Mit der geplanten Reform wolle er "Strafbarkeitslücken schließen und Opferrechte stärken".
Amnesty prangert verschlechterte Menschenrechtslage nach Erdbeben an
Das verheerende Erdbeben in Syrien und der Türkei hat laut der Organisation Amnesty International zu einer schlechteren Menschenrechtslage in beiden Ländern geführt. "Die Regierungen müssen daran erinnert werden, dass sie auch in Krisenzeiten die Pflicht haben, internationale Menschenrechtsstandards einzuhalten", mahnte Janine Uhlmannsiek, Europa-Expertin bei Amnesty International in Deutschland, am Donnerstag in Berlin.
Französischer Sender BFM entlässt Moderator nach Enthüllungen über "Team Jorge"
Gut eine Woche nach Bekanntwerden der mutmaßlichen Machenschaften eines israelischen Unternehmens zur gezielten Desinformation und Meinungsbeeinflussung hat der französische Fernsehsender BFMTV einen prominenten Moderator entlassen. Der Journalist Rachid M'Barki steht im Verdacht, mehrfach fragwürdige Beiträge ins Programm gebracht zu haben. Diese seien "ohne Respekt der üblichen Kontrolle und des publizistischen Profils" ausgestrahlt worden, hieß es einer am Donnerstag versandten internen Email, die der Nachrichtenagentur AFP vorlag.
Tischtennis: Neu-Ulm verkündet Rückzug aus der Bundesliga
Das spektakuläre Tischtennis-Projekt TTC Neu-Ulm eskaliert den Streit mit der Bundesliga und zieht sich aus der deutschen Eliteklasse zurück. Der Verein werde keinen Lizenzantrag für die TTBL-Saison 2023/24 stellen und bitte um die Einstufung als "freiwilliger Absteiger", schrieb der TTC gemäß Pressemitteilung von Donnerstag in einem Brief an den Liga-Geschäftsführer Nico Stehle.
EU prangert iranisches Todesurteil gegen Deutsch-Iraner Sharmahd als "inakzeptabel" an
Die EU hat das Todesurteil gegen den im Iran inhaftierten Deutsch-Iraner Jamshid Sharmahd als "inakzeptabel" kritisiert. "Die EU verurteilt auf das Energischste das Todesurteil" gegen Sharmahd, erklärte Nabila Massrali, Sprecherin des EU-Chefdiplomaten Josep Borrell, am Donnerstag. Sie forderte konsularischen Zugang zu dem 67-Jährigen, dem es nach Angaben seiner in den USA lebenden Tochter immer schlechter geht.
KMK-Präsidentin Busse würdigt Schulen für Aufnahme ukrainischer Schüler
Angesichts von mehr als 200.000 Kindern und Jugendlichen aus der Ukraine, die seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs an deutschen Schulen aufgenommen wurden, hat die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Astrid-Sabine Busse (SPD), die Leistungen der Schulen gewürdigt. "Das ist verbunden mit einer großen Integrationsaufgabe", erklärte die Berliner Bildungssenatorin am Donnerstag. Sie dankte den Schulen und den Lehrern dafür.
Datenbank in Den Haag soll Hinweise auf russische Verbrechen in der Ukraine sammeln
Fotos, Videos und Zeugenaussagen, die auf Verbrechen im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine hinweisen, sollen künftig in einer internationalen Datenbank gesammelt werden. "So werden nicht nur individuelle Taten beleuchtet, sondern ihr systematischer Charakter wird deutlich", sagte der Vorsitzende der europäischen Justizbehörde Eurojust, Ladislav Hamran, am Donnerstag im niederländischen Den Haag. "Diese Datenbank wird die Verfolgung internationaler Verbrechen revolutionieren", fügte er hinzu.
EU-Kommission verbietet Mitarbeitenden aus Datenschutzgründen Nutzung von Tiktok
Die EU-Kommission verbietet ihren Beschäftigten aus Datenschutzgründung ab sofort die Nutzung des Onlinedienstes Tiktok auf Diensthandys oder -Laptops. Die Beschäftigten müssten die App so schnell wie möglich, spätestens aber bis 15. März, löschen, sagte eine Kommissionssprecherin am Donnerstag. Grund ist die Sorge über einen möglichen Zugriff des chinesischen Staates auf den chinesischen Mutterkonzern von Tiktok, Bytedance. Tiktok äußerte sich "enttäuscht"; der Entscheidung liege eine "Fehleinschätzung" zugrunde.